Wie wichtig sind Namen?

Januar 13, 2019 Uncategorized

Mit dem Projekt „Me, Myself & Emma“ möchte ich zum einen natürlich Fotos und Texte zum Nachdenken und philosophieren erstellen. Zum anderen ist es mir aber vor allem wichtig, auch das Feedback einer möglichst großen Zielgruppe in das Projekt einfließen zu lassen. Aus diesem Grund bitte ich Euch um Eure Mithilfe – wenn Ihr mögt.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht wie es sich anfühlt, eine komplett neue Identität zu bekommen? Im Zuge des Emma-Projekts hatte ich dazu naturgemäß einige Gelegenheit, und ich kann nicht behaupten, dass es mir nicht gefallen würde.

Unsere eigene Identität ist sehr stark mit unserem Namen verbunden. Ein Name, den wir uns nicht selbst ausgesucht haben und den wir selbst im Normalfall auch nicht ohne Weiteres ablegen können. Natürlich entwickeln sich im Laufe der Zeit Spitznamen, aber diese haben wenig mit einer neuen Identität zu tun. Einen Vorgeschmack, wie es sich anfühlt einen komplett anderen Namen zu bekommen, hatte ich bereits als Ich meinen spirituellen Namen erhalten habe. In Seminaren und bei einigen Menschen wurde ich statt Florian mit Nadar angesprochen – und mit dem Geburtsnamen habe ich so auch einige einstudierte Glaubenssätze loslassen können. Trotzdem fühlte ich mich dadurch nicht vollkommen anders und bereits Erlebtes habe ich dadurch nicht vollständig vergessen. 

Einige wenige Menschen sprechen mich mittlerweile mit Emma an – einfach weil es sich so ergeben hat. Anfangs fühlte sich das noch sehr ungewohnt an, mittlerweile kann ich aber sagen, dass ich mich dadurch auch gänzlich anders wahrgenommen fühle. Menschen mit ihrem Namen anzusprechen hat immer auch etwas mit Respekt zu tun, wer beim Namen genannt wird, wird gesehen. Insbesondere für Menschen, deren gelebtes Geschlecht für andere nicht ganz eindeutig zu erkennen ist, ist die Identifikation mit ihrem selbst gewählten Namen ein wichtiger Baustein zur Normalität.

Es würde mich sehr freuen, wenn Ihr mich in nächster Zeit mit Emma ansprecht und weibliche Pronomen nutzt. 

Zum einen möchte ich dadurch selbst erfahren, was diese veränderte Ansprache mit mir macht. Zum anderen würde ich Euch aber auch bitten, mir bei Gelegenheit offen und ehrlich zu sagen oder zu schreiben, was das mit Euch macht. Wie fühlt es sich für Euch an, jemanden plötzlich mit einem anderen Namen anzusprechen, der dazu noch nicht dem Geburtsgeschlecht entspricht? Ich würde, wenn ich darf, dieses Feedback in anonymer Form irgendwie in das Projekt einfließen lassen. Keine Sorge, ich bin Euch weder böse wenn Ihr mich weiterhin Florian nennt, noch wenn Euch das Feedback schwer fällt oder es nicht positiv ausfällt. Mir geht es vor allem um authentische, ehrliche Erfahrungen. Was genau sich dadurch für mich verändert hat, werde ich ganz sicher noch in absehbarer Zeit schreiben. 

Ich bedanke mich herzlich bei Euch für die Hilfe bei diesem Experiment!

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